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4.5.25 Heute heißt es sehr zeitig aufstehen, schon 3:45. Um 6:05 startet unser Flug von über Frankfurt und Zürich nach Brindisi, wo wir pünktlich 14:45 landen. In der Nähe des Flughafens holen wir unseren Mietwagen, einen Dacia Sandero und starten zu unserer Unterkunft Antica Aja in Casalini, die wir 16:15 erreichen. Dort werden wir von Elvira und Francesco herzlich in Empfang genommen. Sie zeigen uns unseren kleinen feinen Trullo, in dem wir uns die nächsten 14 Tage wohl fühlen werden und die sehr hübsche, gepflegte Anlage. Den Pool müssen wir doch gleich mal ausprobieren, auch wenn das Wasser Anfang Mai noch recht kühl ist. Nachdem wir uns eingerichtet haben, genießen wir auf Empfehlung unser Abendessen im Restaurant "La Piazetta" unten im Dorf. Pizza Diavola und Kaninchen Mediterran sind sehr lecker. |
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5.5.25 Nach einer ruhigen Nacht erwartet uns Francesco mit einem leckeren und reichlichen Frühstück vor unserem hübschen Trullo. Zunächst fahren wir nach Ostuni um zu tanken und einzukaufen. Das Vorhaben, den Torre Guaceto zu besichtigen, erweist sich als schwierig. Die Zufahrt ist für den allgemeinen Verkehr nicht frei gegeben. Also geht das heute nicht, da es eine größere Wanderung wäre. Im Infocenter erfahren wir, dass man dahin tatsächlich nur laufen kann. Als wunderbare Alternative suchen wir den Strand Spaggia di Torre Pozelle auf, eine sehr hübsch zwischen kleinen Felsen gelegene Bucht, wo wir ein erfischendes Bad nehmen. |
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Am Nachmittag besichtigen wir die auf einem Hügel gelegene Altstadt von Ostuni. Die malerischen verwinkelten Gassen sind belebt, viele kleine Geschäfte warten auf Kundschaft. Die Concattedrale di Santa Maria Assunta ist sehenswert. Über Treppen steigen wir zur Viala Oronzo Quaranta herab, auf der wir entlang der Stadtmauer den Altstadthügel einmal umrunden und dabei schöne Ausblicke haben. Auf der Fahrt zurück zum Quartier kaufen wir Brot, Käse und Getränke ein für das Abendessen, welches wir vor unserem Trullo einnehmen. Den schönen Tag beschließt eine kleine Wanderung in der idyllischen Umgebung unseres Trullos. |
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6.5.25 Vor dem Urlaub hatten wir uns einige Ziele ausgesucht, die wir auf jeden Fall besuchen wollten. Das heutige aber war eine spontane Idee, die sich als perfekt herausstellte, das Castello Dentice di Frasso in Carovigno. Zunächst liefen wir durch die hübschen Gassen der kleinen Altstadt, diesmal fast ausgestorben, bevor wir das Eingangsportal der mittelalterlichen Schlossanlage erreichten. Das Schloss besticht vor allem durch seine sehenswerte Architektur und den romantischen Schlosshof. Man kann viele unterschiedliche Räumlichkeiten durchstreifen, teilweise wirken sie jedoch etwas leer. Schade, dass die Katakomben noch geschlossen waren. Auch den Park Villa Comunale Salvatore Morelli unterhalb des Schlosses hätten wir gern besucht, dort waren leider Gartenarbeiten im Gange. Auf jeden Fall ist Carivigno einen Besuch wert! |
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Am Nachmittag haben wir noch genügend Zeit für eine Fahrt in das Nationalreservat "Bosco delle Pianelle". Wir fahren über Martina Franca durch die hüglige und im Mai sehr grüne Landschaft Apuliens. An der Straße SS581 gibt es einen kleinen Besucherparkplatz, von dem es nur wenige Schritte bis zum Besucherzentrum sind. Dort erhalten wir eine Karte mit einem Wandervorschlag und kaufen Gertränke. Über schöne Waldwege und kleine Schluchten geht es hinauf zum Aussichtspunkt beim Monte della N'Zirra mit Blick zum Golf von Taranto. |
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Unterwegs sehen wir viele Blumen, auch Orchideen, und können viele Schmetterlinge beobachten. Nach der entspannten Wanderung geht es zurück zum Trullo, um im Pool zu planschen und zu relaxen. Zum Abendessen fahren wir diesmal nach Cisternino, parken in der Nähe des Postamts, begeben uns auf die Suche nach einem Restaurant und speisen schließlich in der Osteria Lagravinese: Pizza Itria Millefiori, Pizza Rosso Fuoco und Vino della casa rosso (leider zu lieblich). Anschließend durchstreifen wir noch die tolle verwinkelte Altstadt und es steht fest, dass wir hier gewiss nicht das letzte Mal gewesen sein werden. |
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7.5.25 Heute fahren nach Oria, wo eine imposante Burg, das Castello Zvevo, auf dem Hügel Colle del Vaglio über der Stadt trohnt. Zuerst bummeln wir aber durch die gepflegte mittelalterliche Altstadt mit ihren Gassen und Treppen und besichtigen die große Basilica Cattedrale di Oria. Leider ist der Zugang zur Burg gesperrt. Am Eingangstor finden wir keinen Hinweis, warum das so ist. Aber wenigstens kann den Parco Chiostro di Montalbano, eine sehr schöne terrassenartige Parkanlage unterhalb der östlichen Burgmauern mit gewaltigen runden Türmen, besuchen, mit interssanten Gebäuden und auch die Kirche San Giovanni Batista. Im Park suchen wir uns an einem Brunnen ein schattiges Plätzchen und verspeisen unsere Panini mit Mortadella. |
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Am Nachmittag fahren von Oria nach Süden bis zum Golf von Taranto. Hier soll es schöne Strände geben und tatsächlich werden wir am Campo Marino di Maruggio fündig. Man merkt, dass die Saison noch nicht begonnen hat, es ist wenig los und der Zugang zu den breiten hellen Sandstrand ist noch nicht von den Hinterlassenschaften der Winterstürme befreit. Aber egal, das Meer lädt zum Baden ein, es gibt viele Wellen und das Wasser ist klar und sauber. Zurück fahren wir durch endlose Olivenhaine und die pitoreske hüglige Trulliregion. |
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Es wird Zeit, Tagebuch zu schreiben und dabei stärken wir uns mit Keksen für das abendliche Vorhaben. |
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Es war ein wunderbares Ambiente mit tollem Sonnenuntergang und einem sehr internationalem Publikum (Kanada, USA, Frankreich, Belgien, Deutschland, Italien und Neuseeland). Mehrere Weine wurden verkostet, dabei erzählte uns der Chef in gut verständlichem Englisch viel über die Geschichte des Weinguts und die Besonderheiten des hiesigen Weins. Dazu gab es Brot und andere Kleinigkeiten. Die Stimmung war ausgelassen und fröhlich, nicht nur, weil reichlich nachgeschenkt wurde. Ein unvergesslicher Abend! |
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8.5.25 Vorgestern Abend haben wir schon ein wenig die wunderschöne Umgebung von Casalini kennen gelernt. Heute nun wollen wir eine größere Runde wandern und können nach dem Frühstück direkt von unserem Quartier starten, ohne das Auto nutzen zu müssen. Der Weg führt uns durch hügeliges Land entlang von Trockenmauern vorbei an Olivenhainen mit tausendjährigen Olivenbäumen, verlassenen Trullis und eichenbestandenen Weiden und Wiesen. |
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Nördlich stoßen wir auf den blauen Wanderweg AOP, der sich entlang des Randes der Hochebene, die dort steil und dicht bewaldet nach Nordosten zur Küstenzone hin abfällt. Wir wandern nach Westen über den Monte Piantella und Monte le Fergole, um danach nach Süden abzubiegen und über Sträßchen und Siedlungen den Rückweg zu nehmen. Der Mai ist beste Wanderzeit, es ist mäßig warm, überall grünt und blüht es üppig. Unterwegs entdecken wir viele Orchideen und unzählige schöne Blumen. |
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9.5.25 Lecce wird als Florenz des Südens bezeichnet. Grund dafür sollen die vielen Bauten im Lecceser Barockstil sein. So hatten wir das vor unserem Urlaub gelesen, deshalb nehmen wir eine längere Fahrt dorthin auf der Halbinsel Salento in Kauf. Im Zentrum ist alles zugeparkt. Zum Glück finden wir in der Nähe des Bahnhofs eine Parklücke und starten unsere Tour durch die Altstadt. Vorbei an barocken Fassaden, die besonders eindrucksvoll an den vielen Kirchenbauten zu sehen sind, geht es bis zum Piazza Sant'Oronzo. |
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Dort ist das große Amphitheater Romano die Lecce, welches leider komplett eingezäunt und von schmucklosen Gebäuden umgeben ist. Interessant ist jedoch das kleine urige Museo Archeologico Faggiano in der Nähe der Chiesa di San Matteo, in welchem man sich über Treppen, durch verwinkelte Gänge und kleine Räumen vom den Kellergewölben bis zum oberen Geschoss bewegt. Anschließend durchstreifen wir noch ein wenig die Stadt, die uns letztendlich aber nicht so wie erwartet beeindruckt hat. |
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10.5.25 Die Sonne meint es auch heute gut mit uns und nach dem wieder reichlichen Frühstück fahren wir nach Monticelli, um von dort eine Küstenwanderung in nordwestliche Richtung zu starten. Es ist ziemlich windig, sodass wir die Badesachen heute lieber im Rucksack lassen. Trotzdem ist es ein schöner Weg entlang der Buchten, dem wir bis zum Torre San Leonardo folgen. Unterwegs, na klar, Picknick. Der Torre ist gut erhalten, kann aber leider nicht besichtigt werden. Es geht zunächst auf dem selben Weg zurück,, dann biegen wir an der Cala di Rosamaria ein Stück nach Süden ab und laufen durch die große Ferienhaussiedlung und über einen Feldweg zurück zum Auto. An schließend fahren wir noch nach Torre Canne, laufen zum kleinen Hafen und entdecken den gut bevölkerten Imbiss "La Baia", der uns zu Paninis mit Octopus und Schwertfisch verleitet. Zum Abendessen fahren wir wieder ins schöne Cisternino. Nach Bewunderung des stimmungsvollen Sonnenuntergangs leisten wir uns im "La Tre Laterne" Scaloppina Limone und Laganari Cistranese. |
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11.5.25 Irgendwie fühlen wir uns beide nicht besonders. Es wird doch nicht der gestrige Imbiss gewesen sein? Man weiß es nicht. So verbringen wir den Vormittag am und im Trulli mit Lesen und anderen Dingen. Am Nachmittag wollen wir uns trotzdem ein wenig bewegen und fahren noch einmal zum Bosco Pianelle und unternehmen eine kleine Wanderung, diesmal auf der anderen Seite der SS581. Der Weg führt uns bis zum Trullo Grande und unterwegs gibt es wieder viele Blumen, besonders Orchideen, zu betrachten. Leider ist ein Rundweg nicht möglich, sodass wir den selben Weg zurück laufen müssen. Den Tag lassen wir entspannt ausklingen. |
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12.5.2025 Uns geht wieder besser, deshalb unternehmen wir heute eine Rundfahrt zu mehreren Küstenorten. Zuerst fahren wir zu den archelogischen Ausgrabungen Egnazia, mussen aber feststellen, dass alles beiderseits der Küstenstraße eingezäunt ist. Aber wenigsten die Reste des antikens Hafen Porto di Egnazia können wir bestaunen. Weiter geht es an der Küstenstraße bis nach Torre Cintola, hier gibt es ziemlich pittoreske behauene Felsgebilde zu sehen. Es stellt sich heraus, dass dies mal ein Steinbruch war, wo vor ewigen Zeiten Tuffstein abgebaut wurde. Sehr interessant und baden könnte man hier auch. Vorbei an weiteren Badebuchten erreichen wir zur Mittagszeit Monopoli, ein sehenswerter Ort mit einer wunderschönen Altstadt. |
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Das Auto stellen wir auf dem Parkplatz an der Cala Cozze ab. An der Bastione del Molino geht es hoch ins historische Zentrum. Durch enge Gassen erreichen wir den Domplatz mit der Basilica Cattedrale of Maria Santissima della Madia. Bald finden wir das Ristorante Piazza Palmieri und stillen unseren Appetit mit Orecchiette Rape e Salsiccia und Cavatelli Salsiccia e Cacio. Orecchiette ist eine für Apulien typische Pastaart in der Form kleiner runder Ohren, während Cavatelli eine muschelförmige Pastart aus der Region Molise ist. Gestärkt laufen wir zum Porto antico mit dem tollen Postkartenmotiv von Hafenbucht und Altstadt. Dann umrunden wir diese entlang der Hafenbucht, kommen am Castello Carlo V vorbei und gehen entlang der östlichen Festungsmauern zurück zum Parkplatz. |
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Letztes Ziel für heute soll Polignano a Mare sein. Vorher entdecken wir aber auf dem Weg dahin noch den Torre Incina. Der Torre ist bewohnt und so kann man ihn leider nicht besichtigen. Dafür gibt es aber unterhalb eine ganz tolle von Felsen eingerahmte Bucht. Hier beobachten wir Badegäste und Taucher, bevor wir weiter fahren. In Polignano a Mare finden wir einen großen Parkplatz. Ein schöner Fußweg führt vorbei an der Ponte romano zur Ponte Lama Monachile, einem steinernen Viadukt zum historischen Zentrum. |
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Unterhalb des Viadukts ist eine schmale von Felsen eingefasste Bucht, wo reger Badebetrieb herrscht. Gleich daneben durchschreiten wir am Piazza Guiseppe Garibaldi das Porta Vecchia und befinden uns mitten im touristischen Gewimmel. Man merkt, dass das hier einer der Hotspots Apuliens ist. Trotzdem kann man sagen, dass die Altstadt wirklich sehenswert ist, sehr sauber und gepflegt und immer wieder mit tollen Ausblicken auf die über der felsigen Küste gelegenen Stadt. |
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13.5.2025 Wie wir vor einer Woche im Informationszentrum erfahren hatten, muss man vom Parkplatz an der SS379/ Contrada Scanolecchia zum Torre Guaceto laufen, andere Möglichkeiten gibt es nicht. Hin und zurück sind das rund 9 km, aber das ist ok. Für den Weg haben wir genug Proviant und Getränke mit, denn unterwegs gibt es keine Möglichkeiten. Vom Parkplatz laufen wir zur Küste und dann nehmen wir den anfangs noch breiten Küstenweg bis zum Centro Recupero Tartarughe Marine Torre Guaceto. |
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Die Schildkrötenstation ist aber leider geschlossen, statt der versprochenen Schildkröten sehen wir viele Kinder, denn mehrere Schulklassen haben hierher einen Ausflug gemacht und üben sich im Kanufahren auf dem Meer. Ab hier gibt es nur noch einen schmalen Pfad durch das Naturschutzgebiet und später größtenteils direkt am Strand entlang mit mehreren Buchten durch viel weichen Sand, mit viel angespültem Müll, abgestorbenem Seegras und Holz. Da kommt man nicht so schnell voran. Schließlich erreichen wir den Torre, der sehenswert auf einer großen Wiese steht, aber auch hier ist alles zu. Schade. Nach dem Mittagspicknick laufen wir den selben Weg zurück. |
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Wir hatten uns mehr von dieser Wanderung versprochen. Bevor es zurück in unser Quartier geht, machen wir noch einen Abstecher nach Torre Santa Sabina, bummeln ein wenig durch den Ort bist zum gleichnamigen Wachturm. Bei der anschließenden Rückfahrt nach Casalini müssen wir vielen Umwege in Kauf nehmen, weil viele Straßen wegen des Giro d´Italia gesperrt sind, denn die heutige Etappe geht von Alberobello über Ostuni nach Lecce. Nicht so schlimm, die Landschaft kann man auch oder gerade auf Nebenstraßen genießen. Zum Abendessen besuchen wir noch einmal das "La Piazzetta" in Casalini und sind wieder sehr zufrieden. |
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14.5.2025 Da Matera doch etwas weit weg für einen Tagesausflug ist, sollte es nun Massafra werden, wo es ja auch Wohnhöhlen gibt und zusätzlich noch eine Gravina (tiefe Karstschlucht) mitten durch die Stadt geht. Aber auch heute macht uns der Giro d´Italia einen Strich durch die Rechnung, die Etappe von Ceglie Messapica nach Matera schneidet uns den Weg dort hin ab. Also Planänderung, wir fahren zunächst nach Mottola und besichtigen die kleine (touristenfreie) Altstadt. In einer Bäckerei kaufen wir uns 2 sehr große Viertel Focaccia (nur 2 € je Stück!). In der Nähe finden wir einen Platz, wo wir dieses leckere Gebäck als Mittagsmahl verspeisen. |
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Das nächste Ziel ist Laterza, dahin lockt uns die Wandermöglichkeit entlang der Gravina da Laterza. Kurz nach dem großen Wohnmobilstellplatz, wo man gut parken kann, beginnt der ausgeschilderte Wanderweg am oberen Rand dieser tollen Schlucht mit mehreren Aussichtspunkten. Anfangs, bis zum Punto panoramico, ist er sogar für Rollstuhlfahrer ausgebaut. Eine sehr empfehlenswerte Wanderung! |
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Von der Ponte Garibaldi haben wir dann Ausblicke in die Schlucht und auf die Höhlenwohnungen. Leider kann man aber weder eine der Höhlenwohnungen besichtigen, nicht mal näher rankommen, noch kann man in die Gravina laufen. Letztendlich ist Massafra eher eine Enttäuschung für uns. Abends geht es wieder nach Cisternino zum Abendessen und anschließendem Bummel durch die romantischen Gassen. Im "Doppio Zero" lassen wir uns Pizza Diavola und Pizza Reginetta munden. Dazu gibt es wohlschmeckenden Wein aus Locorotondo, einen Verdeca. Heute ist es abends mal etwas wärmer, sodass wir ein ganzes Weilchen vor unserem Trulli sitzen und die Ruhe genießen können. |
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15.5.2025 Natürlich muss man Alberobello einen Besuch abstatten, wenn man schon mal in der Gegend ist und das tun wir heute (zum 2. Mal nach 2000). Wie zu erwarten, sind hier viele Touristen unterwegs, aber das hält uns nicht davon ab, die gepflegten Straßen und Gassen mit den mehr als 1000 Trullis zu durchstreifen und auch die Chiesa di Sant'Antonio di Padova, erbaut im Stil der Trulli mit einer 21 m hohen kegelförmigen Kuppel, zu besuchen. Aber nicht nur die leuchtend weißen, runden Häuschen mit ihren kegelförmigen Dächern, auf deren Spitze unterschiedlichste Symbole zu sehen sind, haben uns heute hierher gelockt, sondern auch eine Banksy-Ausstellung, die gerade in Alberobello stattfindet. |
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Was für ein Glück für uns, Dutzende Werke zeitgenössischer Street-Art-Künstler, neben Banksy auch TvBoy, Kaws, Warhol, Schifano, Obey, Mr. Brainwash u.a., betrachten zu können. |
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Nach dem Besuch der Basilica di San Martino entscheiden wir uns am Piazza Maria Imaculata für die "Trattoria ai Portici", wo wir im Schutz der Kolonaden unser Mittagessen einnehmen, Salat und Spaghetti. Der einsetzende Regen kann uns nichts anhaben. Gestärkt gehen wir noch bis zum Piazza Roma mit dem Palazzo Ducale und dem Porta di Santo Stefano, bevor wir die Heimfahrt im Regen antreten. Zum Abendessen fahren wir nach Ostuni und finden wir schließlich das "Al Cortiletto", eigentlich ein sehr hübsches Lokal, nur das Essen ist furchtbar, Lasagne und Gnocchi (die sind noch roh und aus dem Supermarkt). So eine Enttäuschung! |
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16.5.2025 Das Wetter ist ein wenig wechselhaft geworden. Heute frühstücken wir zwar auch draußen, aber wegen des Regens beim Nachbar-Trulli, der zum Glück eine überdachte Terrasse hat. Francesco gibt uns den guten Tipp, nach Conversano zu fahren und das Schloss Castello Aragonese zu besichtigen. Bis dorthin ist eine schöne, abwechslungsreiche Fahrt. Im Ort ist Parken kein Problem, es sind nur wenige Meter bis zum Schloss. Hier erleben wir die nächste kulturelle Überraschung: Zur Zeit gibt es gerade eine sehr umfangreiche, interessante Escher Ausstellung. Im Anschluss besuchen wir noch die anderen Ausstellungen: Eine archeologische Sammlung, Gemälde und historische Gewänder in der ehemaligen normannischen Festung. |
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In der Foccaceria Barese holen wir uns etwas zum Mittag, was wir beim Regen im Auto verspeisen. |
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Zuerst geht es eine Weile bergab und dann durch riesige Höhlengewölbe und manchmal enge Durchgänge vorbei an unzähligen unterschiedlichst geformten Tropfsteinen, in allen Größen von winzig bis riesig. Die 2-stündige Führung in teils englischer aber überwiegend italienischer Sprache geht über ca. 3 km. Das Planetarium lohnt nicht, die zusätzlichen Tickets hatten wir uns aufschwatzen lassen. Man konnte kaum etwas erkennen, denn die 3-D-Brillen taugten nichts. Und es gibt überhaupt keinen Bezug zur Höhle. Am Nachmittag relaxen wir im Trullo, am Pool ist es heute zu kalt und windig. Auch zu Abend essen wir zu Hause, von der vielen Focaccia ist noch einiges übrig. |
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17.5.2025 Nach so vielen Besuchen sehenswerter Orte wollen wir unbedingt noch einmal die wunderschöne Landschaft zu Fuß erkunden. Dafür haben wir mit mapy.com eine Runde von Coreggia aus (nordöstlich von Alberobello) geplant. Das Wetter ist heute perfekt zum Wandern, warm und kaum windig. Der Weg führt durch viel Natur, mit vielen Blumen und hübschen Trullis, teilweise auf einer ehemaliger Bahnstrecke mit Ausblicken Richtung Adria, alten Bahnhäuschen und mit steinernen Brücken. Die insgesamt ca. 12 km sind einfach ein Genuss. Zurück zu unserem Quartier fahren wir über Fasano, um den mysteriösen Kanal, den wir vor einigen Tagen entdeckt hatten, zu inspizieren. |
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Es stellt sich heraus, dass es sich um eine wasserbauliche Anlage handelt und der Kanal zwischen Torre Canne und Pezze di Greco verläuft. Zu Hause müssen wir (leider) die Koffer packen und relaxen am Pool. Zum Abschiedsessen geht es noch einmal nach Cisternino, diesmal in die "Taverne delle Torre". Das Lokal ist rustikal und gemütlich. Als Antipasti bestellen wir Salami und Käse, bekommen aber nur Käse. Als Hauptspeise gibt es Tortelloni mit Auberginenfüllung bzw. Risotto della Casa, letzteres in einer etwas ungewohnten Version, aber auf der Speisekarte steht ja Bauernküche. |
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18.5.2025 Die letzte Nacht haben wir gut geschlafen, der Heimreisetag beginnt mit Sonne und einem letzten leckeren Frühstück. Dann heißt es, leider Abschied von Elvira und Francesco und unserem gemütlichen Trullo nehmen. Da wir noch genügend Zeit bis zum Abflug haben, fahren noch in die Stadt Brindisi, parken in der Altstadt und bummeln an der Uferpromenade entlang. Die Rückgabe des Mietautos geht sehr unkompliziert und schnell. Im Flughafen leisten wir uns noch 2 große Panini vor dem pünktlichen Abflug. In Zürich verspätet sich der Anschlussflug nach Dresden um eine halbe Stunde, aber in Dresden geht es diesmal ungewohnt schnell mit dem Gepäck. Die Heimat empfängt uns mit Regen und 10°C, was für ein Kontrast zu dem perfekten Urlaubswetter in Apulien. Und wieder ist ein wunderbarer Urlaub zu Ende... |
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Bonus: Bei unserer Reiseplanung haben wir mit der ersten Maihälfte wohl die optimale Zeit für einen entspannten und erlebnisreichen Besuch Apuliens gefunden. Das Wetter war perfekt für Unternehmungen an historischen Orten und besonders auch in der Natur. Die Temperaturen waren sehr angenehm, es gab kaum Regen und meist schien die Sonne. Sogar baden konnte man schon im Meer bzw. im Pool, auch wenn man sich ein wenig überwinden musste. Aber das war ja sowieso nicht unser Hauptanliegen. In dieser Jahreszeit ist hier alles noch schön grün und es blüht üppig, bevor die sommerliche Hitze vieles verdorren lassen wird. Für Naturliebhaber also optimal. Hervorzuheben ist auch, dass wir eine ganze Menge blühender Orchideen entdecken konnten, aber natürlich auch an anderen blühenden Pflanzen uns erfreuen konnten. |
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